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Schon seit seiner frühesten Jugend wurden dem jungen Goethe die Pracht, Bedeutung und Schönheit der Urbs von dessen Vater immer wieder vor Augen geführt. Johann Caspar hatte diese Stadt 1740 auf seiner Kavaliersreise besucht. Von dort hatte er die Kupferstiche im Stil Piranesis mitgebracht und auf dem Kaminsims aufgestellt, so dass Johann Wolfgang schon seit Kindesbeinen an mit Rom vertraut war, das er aber in einer idealisierten Form sah.
In Dichtung und Wahrheit schreibt er: `Innerhalb des Hauses zog meinen Blick am meisten eine Reihe römischer Prospekte auf sich, mit welchen der Vater einen Vorsaal ausgeschmückt hatte, gestochen von einigen geschickten Vorgängern des Piranesi, die sich auf Architektur und Perspektive wohl verstanden. [...] Hier sah ich täglich die Piazza del Popolo, das Palais, den Petersplatz, die Peterskirche von außen und innen, die Engelsburg und so manches andere. Diese Gestalten drückten sich tief bei mir ein."In Goethes für Frau von Stein bestimmtes Reisetagebuch heißt es über seine Abreise aus Karlsbad: ,,Hätte ich nicht den Entschluss gefasst, den ich jetzt ausführe, so wäre ich rein zugrunde
gegangen A, schrieb er am 12. Oktober, und zwei Wochen später: ,,Ich habe nichts gewollt, als das Land sehen, auf welche Kosten es sei, und wenn sie mich auf Ixions Rad nach Rom schleppen, so will ich mich nicht
beklagen .A Goethe absolviert in den vier Monaten seines ersten römischen Aufenthaltes ein umfangreiches Arbeitspensum. Vom frühen Morgen an fast ununterbrochen beschäftigt, widmet er sich der Überarbeitung seiner dichterischen Werke, studiert die Schriften Winckelmanns, besichtigt die antiken Stätten und berühmten Kunstwerke, führt unzählige Gespräche über Kunst, unternimmt Ausflüge in die Umgebung und trifft sich mit seinen Freunden zu abendlichen Lesungen und zwanglosen Zusammenkünften. ,,[..] nach und nach tritt in meiner
Seele
So ist in der Italienischen Reise unter dem Datum des 7. November 1786 nachzulesen - ,,der allgemeine Begriff dieser Stadt hervor. Wir
gehen fleißig hin und wieder, ich mache mir die Pläne des alten und neuen Roms bekannt, betrachte die Ruinen, die Gebäude, besuche ein und die andere Villa, die größten Merkwürdigkeiten werden ganz langsam behandelt, ich tue nur die Augen auf und seh> und geh> und komme wieder, denn man kann sich nur in Rom auf Rom
vorbereiten.
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Rom
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