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1. Tag
Anfahrt nach Heidelberg. Übernachtung.
2. Tag Heidelberg und Heilbronn
Die ausführliche Beschreibung Heidelbergs im Tagebuch, bzw. Die Reise in die Schweiz 1787 zeigt, welch wichtige Rolle der alten Universitätsstadt am Neckar bei Goethe spielte. Hier studierte Goethes Sohn August 1808/09, hier besuchte Goethe im Anschluss an seine Rheinreisen die Kunstsammlung der Boisserée, über die er in Kunst und Altertum am Rhein und Main berichtet. In Heidelberg erlebte Goethe eine seiner berühmtesten Romanzen mit Marianne von Willemer. der Suleika aus dem West-östlichen
Divan. Das schönste Kompliment an die Stadt ist Hölderlins Gedicht.
Am Nachmittag Weiterfahrt nach Heilbronn. Spaziergang in der Stadt, in der wesentliche Szenen seines Götz von Berlichingen spielen und wo Goethe im Gasthof zur Sonne übernachtete. Übernachtung in Marbach.
3. Tag Marbach und Ludwigsburg
Das 1895 gegründete Schiller-Nationalmuseum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Literatur- und Geistesgeschichte Schwabens in einem Spezialarchiv zu sammeln und in einer Ausstellung ins öffentliche Bewusstsein zu heben. 1955 wurde das Deutsche Literaturarchiv als eine Sammel- und Forschungsstätte für die neuere deutsche Literatur von der Klassik bis zur Gegenwart gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die handschriftlichen Quellen vor Zerstreuung zu bewahren, sie zu erhalten und der wissenschaftlichen Auswertung zugänglich zu machen.
Die Residenzstadt Ludwigsburg, wo Eduard Mörike geboren wurde und starb, wird auf einem literarischen Rundgang erkundet. Goethe besichtigte am 29.8.1797 das Schloss und das Schlosstheater.
4. Tag Stuttgart
Als Goethe in Begleitung von Herzog Carl August nach Stuttgart kam, war er Gast bei der Preisverleihung an die Kadetten der Hohen Carls - Schule. Viermal durfte Schiller die Stufen emporsteigen, um die von ihm errungenen Preise aus der Hand seines Herzogs entgegen zu nehmen und ihm den Rockzipfel zu küssen. Viermal stand der junge Schiller dicht vor dem verehrten Goethe, der kaum zehn Jahre älter war. "Wie gerne hätte ich mich ihm bemerkbar gemacht", erzählte Schiller später.Wir erkunden Stuttgart auf den Spuren der Dichter Goethe, Schiller, Hölderlin und Mörike, der Schriftsteller Giacomo Casanova, Isolde Kurz und Hermann Lenz, des Herzogs Carl Eugens und seiner Mätresse Franziska von Hohenheim, des Philosophen Friedrich Hegel und des Verlegers Johann Friedrich Cotta.
Am Nachmittag wird das Schloss Solitude besichtigt, wo die Carls-Schule gegründet wurde.
5. Tag Knittlingen und Maulbronn
Knittlingen ist der Geburtsort des Dr. Johannes Faust, vagabundierender Arzt und Alchimist, fahrender Scholast und Prototyp des Teufelbündners. Durch Goethes Tragödie wurde er zu einer Zentralgestalt der deutschen und europäischen Literatur. Das Faustmuseum Knittlingen dokumentiert mit umfassendem Anspruch die Geschichte des Fauststoffes in der europäischen Literatur und Kunst und zeigt darüber hinaus die weltweite Rezeption literarischer Fausttexte.
Maulbronn
Das 1147 gegründete Zisterzienserkloster hat sich bis heute fast unverändert erhalten, weshalb es von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Seit 1556 befindet sich hier die evangelische Klosterschule, aus der Männer wie Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin, Georg Herwegh und Hermann Hesse hervorgingen.
6. Tag Blaubeuren und Biberach
Der Blautopf bei Blaubeuren wurde bekannt durch die Historie von der schönen Lau, einer Nixe, die kein lebendes Kind gebären kann, bevor sie nicht fünfmal gelacht hat - was ihr durch das Miterleben menschlicher Schwächen und Ungeschicklichkeiten gelingt.
Biberach "Ein ganz unendlich guter Mensch" wurde Christoph Martin Wieland(1733-1813) von Goethe genannt. Aus dem Biberacher Pietisten und Asketen wurde durch die persönliche Bekanntschaft mit den führenden Aufklärern seiner Zeit ein genuss- und sinnenbejahender Mensch. 1772 wurde er als Prinzenerzieher nach Weimar berufen. Sein köstlichstes Werk sind die "Abderiden", in dem er - im Kleid des Demokrit - die Bürger seiner Heimatstadt der Lächerlichkeit preisgab.
Über Ulm geht es zurück nach Marbach.
7. Tag, Tübingen
"Droben stehet die Kapelle.." Auf den Spuren Uhlands geht es von der idyllischen Wurmlinger Kapelle in die alte Universitätsstadt am Neckar (gegründet 1477). Den literarischen Ruhm der Stadt begründete das 1536 gegründete evangelisch-theologische Stift, das so berühmte Männer wie Kepler, Hegel, Schelling, Mörike und Hauff hervor brachte. Im Hölderlin-Turm am Neckar verbrachte der Dichter seine letzten Jahre in geistiger Umnachtung.
Goethe wohnte 1797 als Gast des Verlegers J.F.Cotta in dessen Haus. Mit ihm durchwanderte er die Stadt und verkehrte mit mehreren Professoren. Die Universität fand er aber "ein wenig rückständig".
Der historische Roman "Lichtenstein" von Wilhelm Hauff hat die Burg berühmt gemacht. Nachdem man diese 1802 abgebrochen hatte, wurde sie in Anlehnung an diese Beschreibung wieder neu errichtet.
8.Tag Die Heimat des Götz von Berlichingen
Jagsthausen ist die Stammburg der Herren von Berlichingen. Hier wurde 1480 Götz von Berlichingen geboren, der Ritter mit der eisernen Hand. Die Burg, die durch Goethes Werk bekannt ist, ist noch fast vollständig erhalten. Im Schlosshof finden alljährlich die Festspiele von Jagsthausen statt.
Im benachbarten Kloster Schöntal besuchen wir das Grab dieses Ritters, das mit der eisernen Faust gekennzeichnet ist. Das ehemalige Zisterzienserkloster wurde von Dientzenhofer im Geist des Rokkoko umgestaltet.
Bad Mergentheim wurde von den Hoch- und Deutschmeistern des Deutschordens gestaltet, denn hier war von 1525 bis 1809 die Residenz des Ordens. In dieser Stadt heiratete Eduard Mörike die Tochter seines Hauswirts.
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