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Reiseprogramm Schaffhausen bis Basel

Datum: nach Anfrage

 

1. Tag Schaffhausen

Fahrt nach Schaffhausen. Die Reiseroute folgt am Anfang Goethes dritter Schweizer Reise, die ihn von Frankfurt nach Schaffhausen führte. Am Abend machen wir in Schaffhausen einen gemeinsamen Stadtbummel. Übernachtung in Schaffhausen.

2.Tag Zürich

Am Morgen besichtigen wir jenem berühmten Rheinfall nahe der Stadt: ,,Schnelle Welle, Flocken, Gischt im Sturz, Gischt unten im Kessel, siedende Strudel im Kessel. Der Vers legitimiert sich: Es wallet und siedet und brauset und zischt". So beschriebt Goethe dieses Naturschauspiel, das er bei allen seiner drei Schweizer Reisen besuchte. Danach geht es weiter nach Zürich. Am Nachmittag machen wir eine Rundfahrt durch die Stadt, in der Goethe 1775 zusammen mit Carl August mehrere Tage im Haus des Physiognomen Johann Caspar Lavater wohnte, dem er bei der Redaktion der Physiognomischen Fragmente half. Wie Goethe machen wir eine Fahrt auf dem Zürcher See, wo das Gedicht Auf dem See entstand.

Und frische Nahrung, neues Blut
Saug´ich aus freier Welt;
Wie ist Natur so hold und gut, die mich am Busen hält!
Die Welle wieget unsern Kahn
Im Rudertakt hinauf,
und Berge, wolkig himmelan,
Begegnen unserm Lauf.
Aug´, mein Aug´, was sinkst du nieder?
Goldne Träume, kommt ihr wieder? 
Weg, du Traum, so Gold du bist!
Hier auchb Lieb´und Leben ist.

3. Tag Vierwaldstätter See

Von Zürich aus folgte Goethe den Spuren Rousseaus, sein Ziel waren die Berge um den Rigi und St. Gotthard. Von Richterswil aus setzte er seine Reise zu Fuß in die Berge fort und kam nach Schwyz. Nach kurzer Rast, frisch und mit mutwilliger Behendigkeit, sprangen wir den von Klippe zu Klippe, von Platte zu Platte in die Tiefe sich stürzenden Fußpfad hinab und gelangten um zehn Uhr nach Schwyz. Unsere Reisegruppe fährt dagegen dieselbe Strecke bequem mit dem Bus, wobei wir in Einsiedel die Abtei und den Wallfahrtsort besichtigen, deren Kunst- und Naturalienkabinett auf das besondere Interesse des Dichters stießen. In Schwyz besichtigte Goethes Reisegruppe die berühmte Medaillensambung von Hedlinger (heute im Turmmuseum Schwyz). Von Schwyz aus fahren wir dem Vierwaldstätter See entlang ins Land des Wilhelm Tell. Wir sehen die Stelle, wo die drei Tellen schwuren, darauf an der Platte, wo der Held aussprang , und wo ihm zu Ehren die Legende seines Daseins und seiner Taten durch Malerei verewigt ist. Angesichts der Tellstätten plante Goethe ein eigenes Tell - Drama.

4. Tag Der St.Gotthardt-Pass

Unser Dichter setzte vom Vierwaldstätter See aus seine Reise zum Gotthard fort. Die Ersteigung des Passes, der von den Reisenden der Zeit als wildromantisches Abenteuer empfunden wurde (allmächtig schröcklich), erschien Goethe jeweils ein Höhepunkt seiner Schweiz-Reisen und spiegelt sich in der Bezwingung der Alpenpässe in Wilhelm Meisters Wanderkahre. Auf dem Pass konnte er sich trotz Drängens seiner Begleiter nicht entschließen, ins fremde Welschland hinunterzusteigen, sondern zeichnete den "Scheideblick nach Italien" un kehrte wieder um. Wir folgen Goethe auf den Gotthard-Pass, sofern er noch nicht geschlossen ist.

Danach fahren wir die wunderschöne Straße zwischen Vierwaldstättersee und Rigi entlang.
In Küstnacht kann man wählen zwischen einer Fahrt auf dem See und der Auf fahrt auf mit der Seilbahn auf den Rigi. Die Schiffahrt empfielt sich, wenn an dem Tag dasselbe Wetter herrscht wie am 17.Juni 1775: wir fanden uns in Wolken, diesmal doppelt unangenehm, als die Aussicht hindernd und als niedergehender Nebel netzend. Auf alle Fälle wird uns, wie damals den Wanderer ein gutes Abendessen guttun: Um acht Uhr abends waren wir wieder vor der Wirtshaustüre zurück und stellten uns an gebackenen Fischen und Eiern und genugsamem Wein wieder her. Übernachtung bei Luzern, einer seiner Stationen während der zweiten Schweizer Reise von 1779.

5. Tag Luzern und Bern

Von Luzern aus geht es nach Interlaaken, wo wir Pause machen weeiter nach Lauterbrunnen. Da es damals hier keinen Gasthof gab, übernachten sie im Pfarrhaus im Angesicht des Staubbachs, der Goethe zu einem seiner berühmtesten Gedichte inspiriert, den Gesang der Geister über den Wassern:
Des Menschen Seele gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, 
und wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd.
Wir folgen weiter der Strecke der Zweiten Schweizer Reise über Thun nach Bern. Dort besichtigen wir die Schweizer Bundeshauptstadt. Goethe war beeindruckt: Die Stadt ist die schönste die wir gesehen haben... Gegend, Stadt. wohlhabend, reinlich, alles geziert, allgemeines Wohlbefinden, nirgend Elend, nirgend Pracht eines einzelnen hervorstechend.

6. Tag Basel

Wir fahren am letzten Tag zunächst nach Neuchatel/Neuenburg, dann entlang der Sprachgrenze nach Biel/Bienne. Danach geht es nach Basel. Goethe und der junge Herzog von Weimar logieren im Gasthof "Drei Könige" am Rheinufer. Das inzwischen neuerbaute Haus ist heute ein Fünfstern-Hotel. Goethe kannte Basel, seine Sehenswürdigkeiten und Persönlichkeiten bereits von seiner ersten Schweizerreise 1775. Ab Basel geht es wieder zurück nach Deutschland. 

Die Reise wurde durchgeführt von der Goethe - Gesellschaft Rudolstadt.

 

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