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01. Tag - Catania
Linienflug nach Catania. Transfer ins Hotel nach Syrakus. Rundgang in der Altstadt von Syrakus auf der Insel Ortygia. Besichtigung von Dom, Apollontempel, den Barockpalästen und der Quelle der Arethusa. Übernachtung in Syrakus.
02. Tag - Syrakus
Wir besuchen zuerst das Archäologische Museums, um uns über die Geologie, Fauna, Botanik und die Archäologie der Insel zu informieren. Im Park des Grafen Landolina liegt auch das Grab des August von Platen, des erbitterten Widersachers von Heine.
Im griechischen Theaters wird uns die Geschichte der Insel vorgestellt. Die Gräberstrasse und die Latomien (Steinbrüche) erinnern an die Ideenlehre Platons und seine Versuche, hier in Syrakus seinen Idealstaat zu verwirklichen. Im der Euryalos-Festung, die der Tyrann Dionysos erbaute, führt und die Herrschaft dieses Mannes vor; schließlich hat ihn Schiller in seiner bekanntesten Ballade Die Bürgschaft verewigt. Der Tag wird beschlossen durch einen Besuch der Quelle der Kyane, wo die einzigen Papyruspflanzungen Europas zu finden sind. Ovid hat dieses Phänomen in seinen Metamorphosen verarbeitet. Goethe brach die Besichtigung von Syrakus ab, da con dieser herrlichen Stadt wenig mehr als der prächtige Name geblieben ist. Übernachtung in Syrakus.
03. Tag - Enna
Wenn wir heute nach Enna fahren, denken wir daran, welch schlimme Erfahrungen Goethe in diesem Bergstädtchen gemacht hat: ein Estrichzimmer mit Läden ohne Fenster, so dass wir entweder im Dunklen sitzen oder den Sprühregen, dem wir soeben entgangen waren, wieder erdulden mussten. Und dies nur, weil er die Stelle sehen wollte, an der das zentrale Heiligtum der Demeter stand. Er schwor sich, dass er nie wieder seine Reisepläne nach der Mythologie ausrichten würde. Danach besichtigen wir die Ausgrabungen der römischen Villa del Casale mit ihren weltberühmten Mosaiken. Weiterfahrt über Caltanissetta nach Agrigent.
04. Tag - Agrigent
Nach Paestum war es das zweite Mal, dass Goethe sich mit dem dorischen Tempel beschäftigte.
Dieses Wunder an Harmonie des Ganzen zu den Teilen wirkte in Goethe bis an sein Lebensende nach und findet seinen Niederschalg in den Versen des "Astrologen" im Zweiten Faust:
Der Säulenschaft, auch die Triglyphe klingt;
Ich glaube gar, der ganze Tempel singt.
Wenn wir das Archäologische Museum besuchen, wird uns vor allem der Sarkophag der Phädra Goethes Urteil ins Gedächtnis rufen: Er soll mir einstweilen als ein Beispiel der anmutigsten Zeit griechischer Kunst gelten. Natürlich beschäftigen uns hier auch der Philosoph Empedokles, der Hymnendichter Pindar und der Dramatiker Pirandello, die alle dieser ruhmreichen Stadt entstammen. Übernachtung in Agrigent.
05. Tag - Selinunt und Seyesta
Heute geht es die Südküste entlang zu den Tempeln von Selinunt und Segesta. Goethe drückte aus, was auch die heutigen Besucher empfinden: Die Lage des Tempels ist sonderbar; am höchsten Ende eines weiten langen Tales, auf einem isolierten Hügel, aber doch noch von Klippen umgeben, sieht er über viel Land in eine weite Ferne, aber nur ein Eckchen Meer. Am Abend kommen wir nach Palermo. Übernachtung in/bei Palermo.
06. Tag - Palermo
In Palermo ist Goethe glücklich. Sein Gastwirt ist von ausgesuchter Liebenswürdigkeit, die Wohnung angenehm, beinahe prunkvoll. Vor ihm hatte hier u.a. Lord Byron gewohnt. Der Monte Pellegrino ist das schönste Vorgebirge der Welt. Besondere Aufmerksamkeit schenkt Goethe der üppigen Vegetation mit den Gärten mit ihren Orangenhainen, Brunnen, Statuen, Blumenbeeten, Zierpflanzen und glaubt, auf die glückselige Insel der Phäaken versetzt zu sein.
Wir besuchen den alten normannischen Regierungspalast, in dem Goethe beim Vizekönig speiste. Wie er besuchen auch wir das Haus berüchtigten Cagliostro, den er als eines der sonderbarsten Ungeheuer..., welche in unserem Jahrhundert erschienen sind, bezeichnet. Wir hören vor seinem Geburtshaus, weshalb Goethe seiner Familie gegenüber ein schlechtes Gewissen hatte.
Der Kreuzgang und die Mosaiken von Monreale stehen am Nachmittag auf dem Programm. In Monreale besuchen wir auch ein traditionelles Puppentheater (teatro dei puppi).
07. Tag - Cefalu und Milazzo
Das Nationalmuseum von Palermo ist ein besonderes Erlebnis, schließlich werden hier Kunstwerke ausgestellt, die Goethe begeistert beschrieb. Anschließend geht es nach Himera und Cefalù. Nach dem Besuch des alten Fischerstädtchens fahren wir die Nordküste entlang nach Milazzo.
08. Tag - Lipari
Eine Schiffsfahrt zu den geologisch interessanten Liparischen Inseln vervollständigt das Bild der Insel. Schließlich betrachtete der Dichter Landschaften immer auch unter geologischen Gesichtspunkten; er griff aktiv in den Streit zwischen den Neptunisten und Plutonisten ein. Nach dem Besuch der Akropolis von Lipari folgt eine Rundfahrt über die Insel. Am Nachmittag Rückfahrt nach Milazzo und Weiterfahrt über Messina in den Raum Taormina.
09. Tag - Catania und Ethna
Nach dem Besuch von Catania mit Fischmarkt und Dom (Grab von Bellini), Amphitheater und Castello Ursino geht zum Ätna hoch; wir folgen den Spuren von Kaiser Hadrian, Empedokles, Pindar, Seume, Waiblinger und anderer illusterer Besucher. Goethe entging im Jahre 1787 nur mit knapper Not einer furchtbaren Ladung, die an ihm vorbeiflog, wozu der Dichter bemerkte, dass eine gegenwärtige Gefahr nun einmal etwas Reizendes hat, was den Widerspruchsgeist im Menschen auffordert, ihr zu trotzen. Im Buch Suleika des West-Östlichen Divan vergleicht Hatem eine heiße Liebesleidenschaft mit einem Vulkanausbruch.
10. Tag - Taormina
Der letzte Tag beginnt mit einem Spaziergang durch die malerische Altstadt von Taormina zum römisch - griechischen Theater. Wenn gutes Wetter ist, bietet sich uns der selbe Blicke wie Goethe: Nun sieht man den ganzen langen Gebirgsrücken des Ätna hin, links das Meerufer bis nach Catania, ja Syrakus; dann schließt der ungeheure, dampfende Feuerberg das weite breite Bild, aber nicht schrecklich, denn die mildernde Atmosphäre zeigt ihn entfernter und sanfter als er ist.
Am Nachmittag Transfer zum Flughafen Catania und Rückflug.
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