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Mir erscheinen die Italiäner als eine recht gute Nation...
J.W. von Goethe

 

Die Beweggründe für Goethes Reise nach Italien lassen sich unter dem Begriff "Identitätskrise" zusammenfassen. Zu Beginn seiner Weimarer Zeit hatte er ein Wunschbild davon, wie Recht und Ordnung unter ihm als Geheimen Rat und Kommissionsvorsitzenden aussehen sollten und auch für sein persönliches Glück hatte er feste Vorstellungen, vor allem Frau v. Stein betreffend. Diese sollten jedoch Wunschbilder und Vorstellungen bleiben, deren Nichterfüllung zu einer Krise umschlug, die in die Flucht nach Italien gipfelte.

Neben der Tatsache, dass er sich mit Zuständen und Menschen beschäftigen musste, die ihm teilweise bis aufs äußerste missfielen hatte sich seine Verbindung mit Charlotte von Stein nicht so entwickelt, wie er es sich wünschte. So wollte er Abstand gewinnen, das Gewohnte hinter sich lassen. Mit Italien war Goethe seit seinen Kindertagen vertraut. Sein Vater hatte von seiner Kavaliersreise Kupferstiche mitgebracht, der junge Johann Wolfgang durfte gelegentlich mit dem Modell einer venezianischen Gondel spielen.

Seine Italien - Pläne teilte Goethe niemandem mit, erst als er am Morgen des 2.9.1786 Karlsbad fluchtartig und heimlich verließ, erfuhren die Herders, Ch. v. Stein, der Herzog und der Weimarer Freundeskreis davon. Nur sein Adoptivsohn Philipp Seidel wusste davon, er half ihm auch bei den Vorbereitungen. Goethe reiste allein und unter dem Namen Philipp Möller, damit ihn niemand erkennt.

Oberitalien

1.Tag

Anreise nach Innsbruck. Je nach Ankunftszeit in Innsbruck könnte ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt. Goethe hielt sich auf seiner "Flucht" nur drei Stunden hier auf, obwohl er sich gern mehr Zeit genommen hätte, schließlich gefiel ihm die herrliche Lage der Stadt.

Komplettes Programm

 

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